Michael Dolch und Jürgen Hofmann
Einführung des Handballspiels in der Schule
Leider wird von Sportlehrerinnen und Sportlehrern immer wieder beklagt, daß das Handballspiel schlecht innerhalb des Schulsports eingeführt werden kann. Einerseits wird die Fülle der Regeln bemängelt, andererseits die Komplexität des Zielspiels kritisiert. Viele Sportlehrerinnen und Sportlehrer haben zudem noch eine mangelhafte Ausbildung ohne motivierende Inhalte in ihrer eigenen Ausbildung an der Universität genossen. Dabei kann Handball oder zumindest handballähnliche Inhalte ein Gewinn für alle sein, zumal das Werfen heute keine Grundfertigkeit ist, die zu erlernen schon ein Ziel für sich wäre.
Der DHB als Dachverband hat es in letzter Zeit durch Veröffentlichungen nur zum Teil geschafft, die Akzeptanz dieses Sports in der Schule zu erhöhen. Dabei sind die Handball-Handbücher Band 1 (alte und neue Auflage) und Band 6 sehr geeignet, auch für Nichthandballer dieses Spiel in der Schule leicht und mit vielen praktischen Anregungen und Ideen einzuführen. Trotzdem soll in diesem Skript nochmals auf gewisse Probleme im Anfängerbereich hingewiesen und einige praktische Übungen beschrieben werden.
Probleme des Schulsportalltags
Betrachtet man die Gegebenheiten im schulischen Alltag, so trifft man häufig auf folgende Probleme:
- Es steht einer Klasse mit bis zu 34 Schülern
nur ein Hallendrittel oder eine Hallenhälfte, manchmal auch ohne Tor
zur Verfügung.
- Die Anzahl der Bälle, deren Größe
und deren Qualität werden einem anfängergerechten Üben nicht
gerecht. Häufig kann dem abgeholfen werden, indem man auf
Gymnastikbälle zurückgreift.
- Der Sportlehrer kennt nur unzureichend die komplexen
Regeln im Hallenhandball und stellt daher diese Einheit zurück oder
beachtet sie gar nicht.
- Durch viele Ferientermine und häufigen
Unterrichtsausfall, sowie nur selten einer dritten Sportstunde kann sich die
gewünschte Intensität und Regelmäßigkeit nicht
einstellen.
- Das Werfen und Fangen gehört in der heutigen
Zeit nicht mehr zu den Grundfertigkeiten der Kinder und Jugendlichen. Bevor
also ein Spiel erst zustande kommen kann, muß eine gewisse Basis
gelegt worden sein. Diese zu erarbeiten erscheint vielen Lehrenden als ein
zu langer Abschnitt.
- Es wird erst in der Mittelstufe versucht, das
Handballspiel einzuführen. Dann kann es zu spät sein, um dieses
Spiel einzuführen, da die elementaren Techniken Werfen - Fangen -
Prellen nicht im motorisch besten Lernalter (10. - 12. Lebensjahr) schon
geübt in der Grobform wurden.
Einigen Punkten werden wir hoffentlich in diesem Skript die Berechtigung nehmen, um alle Punkte völlig zu entkräften sei auf die unten im Literaturverzeichnis genannten DHB-Bände verwiesen, die jedem Lehrenden eine große Hilfe bieten können. Während der Band 1 die Vielseitigkeitsschulung allgemeiner Art in den Vordergrund rückt und daher auch im allgemeinen Sportunterricht der Unter- und Mittelstufe seine Daseinsberechtigung inne hat, ist der Band 6 völlig auf das Handballspiel in der Schule ausgerichtet und bietet auch mit fertig ausgearbeiteten Stundenmodellen einen hervorragenden Ansatz zum Einstieg in das Handballspiel für Schüler.
Ein wesentlicher Punkt ist sicherlich der Wurf, weswegen wir eine methodische Übungsreihe zum Wurf hier mitaufgenommen haben, die aus der Leichtathletik stammt, aber durchaus auf das Handballspiel übertragen werden kann. Vielleicht schaffen wir es mit diesem "Lehrbrief" das Werfen und Fangen, sowie das Handballspiel überhaupt wieder mehr in die Schule zu holen - unmöglich ist es nämlich nicht, die Kinder und Jugendliche für dieses Spiel zu begeistern und insbesondere die Spielformen zweimal 3:3 bieten eine hervorragende Ausgangsbasis, den fußballastigen Schulsport einer breiteren Basis zuzuführen.
Hauptstraße "Spielen"
Grundlage für die Einführung des Handballspiels generell ist die Forderung nach dem Wurf auf das Tor, welches annähernd jedem Kind und Jugendlichen Spaß bereitet. Dementsprechend wird das Spiel zunächst einfach gestaltet, indem über 1:0-Situationen (Torwurf eines Spielers ohne Gegenspieler) aus dem Angehen, Anprellen und Anspiel zunächst die 2:0-Situation hinzugenommen wird. Bei dieser Form soll das Zuspiel geübt werden, welches für den dritten Schritt notwendig ist, dem 2:1. Auf gleicher Stufe anzusiedeln ist das 1:1, welches auch mit neutralem Zuspieler auszuführen ist. Dabei sollte der Abwehrspieler nur einen Abwehrraum zugewiesen bekommen, den er nicht verlassen soll. So kann der Angriffsspieler sich nach der Überwindung des Abwehrraums ohne Bedrängung auf den Torwurf konzentrieren. Anschließend sind weiterhin die Überzahlspiele zu bevorzugen, da der Angriff im wesentlichen schon zum Erfolgserlebnis gelangen soll. Die erste Form, Handball zu spielen ist das 4+1-Spiel auf eine Hallenquerseite. Dabei werden 2 Weichböden (je nach Altersstufe mit Baustellenband etwas tiefer gemacht) auf die Längsseite gestellt, 4 Angreifer und ein Torwart spielen gegen die gleiche Anzahl von Gegenspielern. Prell-, Fang- und Schrittfehler sind hierbei noch großzügig zu handhaben, es muß aber immer mehr auf die Einhaltung gewisser Regeln geachtet werden.
Eine besondere Spielform ist das 2-mal 3:3
(3:2), welches sich auch bei Schülern großer Beliebtheit erfreut, da
hier die Komplexität des Spiels durch die Anzahl der direkten Gegenspieler
etwas gemindert wird. Es wird dabei auf zwei Tore gespielt, das Spielfeld wird
in zwei Hälften aufgeteilt. Die Mannschaften werden geteilt in Abwehr- und
Angriffsspieler, die ausschließlich auf ihrer Hälfte agieren
dürfen, das bedeutet: Wenn ein Torhüter einen Ball hält, so
spielt er ihn zunächst einem Abwehrspieler seiner Mannschaft in seiner
Hälfte zu. Diese Abwehrspieler müssen versuchen, gegen die
Angriffsspieler der anderen Mannschaft, den Ball in die Angriffshälfte zu
ihren Spielern zu passen. Das Spiel wird schneller, indem man auf das Anspiel
verzichtet (Torwart bringt den Ball nach einem Tor wieder ins Spiel) und weite
Pässe des Torhüters in seine Angriffshälfte zu den Mitspielern
erlaubt.
Das Methodikkonzept des DHB sieht also folgendes vor:
- Von Anfang an soll auf das Tor geworfen werden. Das
Spielziel Torwurf steht als Leitidee im Mittelpunkt.
- Die Methode des "Spielen-Lassens" steht
eindeutig im Vordergrund. Grundfertigkeiten und -fähigkeiten der
Sportart sollen in erster Linie beim Spielen selbst erworben werden.
Isolierte Übungen haben nur eine Hilfsfunktion um etwa technische
Defizite (z.B. Werfen des Balls) zu verbessern.
- Eine breite motorische Grundausbildung ist die Basis
für die Entwicklung der altersgemäßen Spielfähigkeit.
Aus: DHB, Band 6 (1997): Handball spielen mit Schülern. S. 24.
Methodische Übungsreihe zum Schlagwurf
Gerade die oft auftretenden Schwächen im Wurf machen es erforderlich, nach neuen methodischen Möglichkeiten zu suchen. Für unsere ausgewählte und im Handball-Leistungszentrum mehrfach erprobte methodische Übungsreihe werden entweder Tennisbälle oder Minihandbälle verwendet.
Alle Übungen werden von den Kindern mit einem ganzheitlichen Lernverfahren erarbeitet. Die erprobte methodische Übungsreihe zeichnet sich durch eine hohe Effektivität aus, weil es sich um einfache Übungen handelt, die dann Schritt für Schritt auf den Schlagwurf hinarbeiten. Ausgangspunkt der Übungsreihe ist der einfache Bewegungsablauf des beidhändigen Werfens und Prellens mit paralleler Daumenhaltung aus der parallelen Grundstellung auf den Boden. Die Grundhaltung wird anschließend durch eine neue Information schrittweise bis zur Grobform des Schlagwurfes verändert. Anbei die einzelnen Schritte:
- Jedes Kind erhält einen Tennisball oder einen Minihandball und sucht sich damit einen freien Platz in der Halle. Der Ball wird mit beiden Händen gefaßt und mit leicht gebeugten Armen vor dem Körper gehalten. Das Kind nimmt eine leichte Grätschstellung ein und wirft den Ball nach einer kurzen Auftaktbewegung auf den Boden. Anschließend mehrfaches Wiederholen.
Wer
schafft es, den Ball gleich wieder mit der entsprechenden Handhaltung zu
fangen und sofort wieder auf den Boden zu werfen? Übe rhythmisch diese
Bewegungsfolge WERFEN - FANGEN - WERFEN.... (Abbildung 1).
- Nach dieser Übung suchen sich alle Kinder einen Platz, von dem sie den Ball gegen die Wand werfen können (Abstand zwei bis drei Meter). Die Grundhaltung (Grätschstellung und Halten des Balles wie unter 1. beschrieben) bleibt bestehen. Die Kinder führen den Ball aber jetzt mit leicht gebeugten Armen über den Kopf und werfen ihn anschließend mit beiden Händen gegen die Wand. Wichtig ist, daß der Ball über Kopfhöhe die Wand erreicht.
Wer kann den zurückspringenden Ball gleich wieder
in der richtigen Handfassung vor dem Körper, in Gesichtshöhe,
fangen und sofort wieder gegen die Wand werfen? Wieder zahlreiche
Wiederholungen (Abbildung 2).
- Die Übenden stehen in mittlerer
Grätschstellung, der Ball wird mit leicht gebeugten Armen über dem
Kopf in schon bekannter Handfassung gehalten. Der Rechtshänder
führt mit dem gehaltenen Ball über Kopf eine Vierteldrehung nach
rechts aus, wobei der rechte Fuß nur leicht mitdreht, während der
linke Fuß angehoben und mit dem Fußballen vor dem Körper
neu aufsetzt, so daß jetzt die linke Körperseite in Wurfrichtung
(zur Wand) zeigt. Durch die Vierteldrehung wird die Wurfarmschulter
zurückgenommen, un die rechte Wurfhand gelangt hinter den Ball,
während die linke Hand nur noch Haltfunktion hat. Aus dieser Haltung
wird der Ball gegen die Wand geworfen. Wichtig ist, daß nach der
Ausführung der Vierteldrehung der Ball sofort geworfen wird. Wer kann
den Ball sofort nach dem Wurf wieder fangen, in die Grätschstellung
zurückgehen und dann anschließend wiederum die Bewegungsfolge mit
der Vierteldrehung ausführen? Erneut mehrere Wiederholungen und nun
variierender Abstand zur Wand (Abbildung 3).

Bild 1: Übungsreihe Schlagwurf (aus: LÜTHGEHARM, Rudi (1987): Kinder Lernen und Üben den Schlagwurf.)
- Bewegungsablauf wie unter 3. beschrieben, aber jetzt
erfolgt während des Ausführens der Vierteldrehung das
Rücknehmen des fast gestreckten Wurfarms und das gleichzeitige
Vornehmen des linken Armes (zeigt in etwa in Wurfrichtung). Danach wird
sofort geworfen. Dabei ist auf das flüssige Ausführen von der
VIERTELDREHUNG - WURFARMRÜCKNAHME - ZEIGEN DES LINKEN ARMES IN
WURFRICHTUNG - WURF zu achten. Diesen Ablauf gilt es immer wieder zu
üben (Abbildung 4).
5. Wie 4., aber darauf achten, daß der Wurfarm am Kopf vorbeigeführt wird.
Praxis
Aufwärmen
Reboundball mit der Wand / Basketballbrett:
Paß gegen das Ziel, zurückspringender Ball soll von eigener
Mannschaft gefangen werden, bevor ein Gegenspieler oder Boden den Ball
berührt hat. Keine Selbstvorlagen erlaubt.
Aufsetzerball: Ball direkt / indirekt gegen die
Wand, Fällt der Ball zu Boden, ohne das er von der gegnerischen
Mannschaft berührt wird.
Kopfballspiel: Versuch eines Kopfballs gegen die
Wand nach einer Vorlage des Mitspielers (Variation: ist ein Tor noch da,
kann das ganze noch gesteigert werden, indem man Volleyfußballtore
nach Vorlage eines Mitspielers noch zuläßt).
Ballgewöhnung
Jeder Spieler hat einen Ball (jeder zweite Spieler
hat einen Ball, dann immer auf Pfiff Wechsel). Ausführen von
verschiedenen Übungen mit Ball:
è
Prellen links / rechts,
vorwärts / rückwärts / seitwärts
è
Im Hopserlauf vorwärts / rückwärts prellen
è
Überzieher, Ball
über Kopf werfen und hinterrücks fangen und umgekehrt
- Durch die Beine prellen, um Körper reichen
- Ball hochwerfen und so oft wie möglich unten
durchlaufen / hinsetzen-aufstehen
- Ball hochwerfen und im Sprung fangen (evtl. schon im
Null-Schritt)
- Mitschüler Ball wegprellen (Variation: Verlust
der Kontrolle über Ball: Sprint zur Mittellinie und wieder einreihen)
- Nummernpassen (evtl. mit Zusatzaufgabe: nach jedem
Pass sprint an eine bestimmte Linie / auf Pfiff den Ball in den
Basketballkorb treffen - Nummernreihenfolge bleibt bestehen!
Passen und Werfen
Passübungen gegen die Wand (alleine oder mit
Partner)
Passübungen in Gassenform
Stemmwurfpass links / rechts
beidhändig über Kopf
Sprungwurfpässe
Aufsetzer aus den verschiedenen Wurfarten
(Aufsetzpunkt im letzten Drittel)
Um Partner Dribbeln - Pass - .....
Von hinten durch die Beine werfen
Passübung in der Dreiergruppe: X· < - - - - - - > X < - - - - - - > · X
Der Mittelspieler erhält ein Zuspiel, gibt ein
Rückspiel und muß sich jetzt umdrehen und erhält dort von
seinem anderen Partner den Ball etc. Dabei kann der mittlere Spieler
gestresst werden, indem man ihm den Ball sehr schnell wieder zuwirft.
Komplexere Übungsformen mit entsprechendem
Positionswechsel.

Bild. 2: Komplexe Übungsform zum Werfen und Passen
(Positionswechsel mit
dem Gegenüber nach Ballabgabe)
Stemmwurfschulung
Paß-/Wurfserien auf Ziele x· - - - - - - - >
- starre Ziele (Karton, Kastenteil etc.)
- Partnerweise gegenüberstellen mit
Kastenteil in der Mitte, Würfe durch quer oder hochgestellte
Kastenteile (Vorsicht bei umstürzenden Kastenteilen!). Dies ist
auch als Wettbewerb möglich (Treffer zählen).
- Kartontreiben (Kastentreiben) in der
Zweiergruppe: Bananenkiste soll so schnell wie möglich
über eine gewisse Distanz getrieben werden. Viele Zweiergruppen
spielen gegeneinander.
Variation: 2 Mannschaften
haben die Aufgaben, ihre Bananenkisten ins Tor zu treiben, welche
Mannschaft ist zuerst fertig?
- Herunterwerfen von starren Zielen
(Hütchen, Bälle) von Bänken auf Zeit
(Mannschaftswettkampf gegeneinander, Einzelwettkampf: wer trifft die
meisten?) bzw. bis alles abgeräumt ist.
Variation: 2 Bänke
werden hintereinandergestellt, auf der jeweiligen entfernten Bank
liegen die Bälle der eigenen Mannschaft, die getroffen werden
müssen.

Bild 3: Zielwerfen, erschwerte Ausführung
- Mattenrutscher gegen Zielwerfer:
Dabei muß eine Mannschaft versuchen, möglichst schnell einen Weichboden über eine bestimmte Strecke zu befördern, indem sie sich auf die Matte wirft (in 2er-Gruppen). Diese Zeit kann die andere Mannschaft nutzen, um Ziele abzuwerfen. Anschließend Wechsel.
- bewegliche Ziele (Bälle, Mitspieler etc.)
- Sautreiben
2
Mannschaften stehen sich gegenüber, jeder hat einen Ball. Der
Trainer legt einen Gewichtsball in die Mitte, den die Spieler auf
die andere Seite treiben müssen. Darauf achten, daß
Abwurflinien eingehalten werden (zur Not: Bank als Abwurfmarkierung
quer legen). Hinweis: Jeder sollte den Ball, den er holt auch
werfen!
Variation: In einem
quadratischen Spielfeld stehen sich 4 Mannschaften
gegenüber
Variation: Der Ball wird
durch die Gasse gerollt und die Treffer der Mannschaften werden
gezählt.
Variation: Mannschaft A
bildet Gasse, Mannschaft B läuft nacheinander durch diese Gasse
und darf abgeworfen werden. Die Treffer werden gezählt.
(Vorsicht, auch hier gilt, daß die Kinder noch nicht zu fest
werfen dürfen oder: Treffer gelten nur im
Fußbereich!).
Variation: Spieler A und B
geben sich Pässe durch die Gasse, die anderen Spieler
müssen versuchen, den Ball in der Luft zu treffen.
Variation: Medizinball
durch Bankgasse treiben. 2 Mannschaften versuchen von Ihrer
Abwurflinie einen Medizinball durch die Bankgasse zu treiben.
Welcher Ball überrollt als erster die Ziellinie?
- Ball des Partners abwerfen: A prellt seinen
Ball (wirft seinen Ball in die Luft), B versucht diesen abzuwerfen,
wenn er nicht in der Hand von A ist (Verletzungsgefahr!).
- Zwei Spieler passen sich einen Ball zu, ein
anderer versucht eben diesen Ball im Flug zu treffen.
Kleine Spiele
Kastenball (Variation: mit Abräumen)
Turmball
Mattenball
Jägerball (Variation: Abwerfer stehen in Reifen
und spielen sich den Ball so zu, daß sie von der anderen Mannschaft
Schüler abwerfen kann. Kann der Ball nicht von den Abwerfern erreicht
werden, soll der Ball von einem freien Gegenspieler zur Werfermannschaft
gespielt werden).
Spiele und Übungen mit der Handballpyramide
(als Torraumkreis kann hier hervorragend ein Basketballkreis genommen
werden, Tor ist jede Berührung des Balls mit der Handballpyramide /
ausschließlich der Treffläche, Rückspringender Ball
muß den Boden berühren / muß von eigenem Mitspieler
gefangen werden).
Haltet das Feld frei: Jede Mannschaft versucht ihre
Spielfeldhälfte möglichst "sauber" zu halten und wirft
die Bälle möglichst schnell wieder auf die andere Seite. Auf Pfiff
werden die Bälle gezählt.
Variation: Der Ball muß jeweils
einmal abgespielt werden, bevor er auf die gegnerische Seite geworfen
wird.
- Handballsquash: Es gibt ein Feld, Ziel muß es
sein, den Ball so gegen die Wand zu spielen, daß der Ball im Feld
landet, ohne daß ihn der Mitspieler fangen / berühren kann. Als
Feld können zwei Matten dienen. Der Spieler muß außerhalb
der Matten stehend werfen!
Variation: Ohne Feldbeschränkung
muß in ein Ziel an der Wand geworfen werden.
Variation: Spiel mit zwei Mannschaften
und dementsprechend größerem Feld. Der Ball muß von dort, wo er
gefangen wurde geworfen werden.
Variation: Der Ball wird gegen ein
schräg gestelltes Reutherbrett geworfen, sodaß der Gegenspieler ihn
möglichst nicht vor dem Bodenkontakt fangen kann.Der Torraum wird durch
zwei Matten gebildet
Hauptstraße "Torwurf"
Torwurf aus dem Anprellen.
Torwurf nach Ballannahme von einem Zuspieler.
1:1 mit Verteidiger in begrenztem Feld, evtl.
läßt man den Verteidiger die Arme auf den Rücken nehmen.
Variante: 1:3. Dabei stehen drei Abwehrspieler in Reifen und müssen
immer mit einem Bein noch im Reifen stehen, der Angriffsspieler muß an
diesen Abwehrspieler vorbeiprellen um anschließend auf das Tor zu
werfen.
2:0 mit Überwindung des Spielfeldes mit
Pässen und abschließenden Torwurf.
2:1 bzw. 3:2 auf das ganze Feld / auf
Spielfeldstreifen
Zielspiele
4+1
zweimal 3:3 (3:2)
6:6 mit verschiedenen Deckungsvarianten (Manndeckung
über das gesamte Spielfeld / halbe Spielfeld / 10 m, 1:5-Abwehrverband)
Abwandlung der Zählweise
1. Tor zählt 3-fach, 2. Tor nur einfach
Das Ergebnis wird mit der Schützenzahl
multipliziert
Tore aus dem Tempogegenstoß zählen
doppelt / nach einem erfolgreichen Abschluß aus dem
Tempogegenstoß darf die gleiche Mannschaft nochmals angreifen
(doppelte Chance)
Literatur
BUCHER, Walter (Hrsg.) (1982): 1004 Spiel- und Übungsformen im Handball. Schorndorf:
Hofmann-Verlag.
BAUMBERGER, Jürg (1990): Handball spielen lernen. Zürichsee: Schweizerischer Verband
für Sport in der Schule.
DHB (Hrsg.) (1990): Handball-Handbuch, Bd. 1 Spielen und üben mit Kindern.
Münster: Philippka-Verlag.
DHB (Hrsg.) (1999): Handball-Handbuch, Bd. 1 Kinderhandball - Spaß von Anfang an.
Münster: Philippka-Verlag.
DHB (Hrsg.) (1997): Handball-Handbuch, Bd. 6 Handball spielen mit Schülern.
Münster: Philippka-Verlag.
LÜTGEHARM, Rudi (1987): Kinder lernen und üben den Schlagwurf. In: Turnen und Sport.
Celle: Pohl-Verlag.
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